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WAS WIRD FESTGELEGT?

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Das ÖROKO ist das grundlegende Planungsinstrument der Gemeinde. Die Festlegungen des ÖROKO werden in den nachfolgenden Planungsebenen (Flächenwidmungs- und Bebauungsplanung) konkretisiert und umgesetzt.

Das ÖROKO enthält Festlegungen zur räumlichen Entwicklung, insbesondere:

  • zu den Freihalteflächen (Landwirtschaft, Naturschutz, Landschaftsschutz, etc.)

  • zur baulichen Entwicklung (Wohnen, Wirtschaft/Gewerbe, Sondernutzungen, etc.)

  • zur Grün- und Sportflächenentwicklung innerhalb des Siedlungsgebietes

  • zur Infrastrukturentwicklung (Gemeinbedarfseinrichtungen, Verkehr, Ver- und Entsorgung)

 

Die Herausforderung und Aufgabe einer strategischen Zukunftsplanung für die Stadt Innsbruck liegen darin, im naturräumlich begrenzt zur Verfügung stehenden Siedlungsraum das Wachstum der Stadt zu bewältigen. Dabei gilt es insbesondere, die unterschiedlichen räumlichen Ansprüche der Wohn- und Arbeitsbevölkerung in sozialer, wirtschaftlicher, verkehrlicher und umweltmäßiger Hinsicht abzuwägen und abzustimmen. Die Ziele der örtlichen Raumplanung haben sowohl Erhaltungs- als auch Vorsorgecharakter und dienen generell der Vermeidung negativer Auswirkungen durch die verschiedenen Nutzungsansprüche.

Das ÖROKO ist also nicht nur die Entwicklung des gebauten Siedlungskörpers, sondern eine Funktionsplanung. Es geht neben der Schaffung von Wohnraum wesentlich um die Erhaltung und Entwicklung öffentlich zugänglicher Freiflächen, um die Verteilung von verschiedenen Nutzungen, die erforderliche Ausstattung des Wohn- und Arbeitsumfeldes mit Einrichtungen sozialer Infrastruktur, die Schaffung der notwendigen Verkehrserschließung – insbesondere auch durch den öffentlichen Personennahverkehr – sowie der technischen Infrastrukturen und vieles mehr.

Im ÖROKO sind Ziele und Maßnahmen für die Stadtentwicklung so weiterzuentwickeln, dass auch künftig flexibel auf die unterschiedlichsten Nutzungsanforderungen reagiert werden kann. Das heißt, die verschiedenen Raumansprüche und teilweise auch konkurrierenden Nutzungsinteressen in der Stadt sind aufeinander abzustimmen oder erforderlichenfalls gegeneinander abzuwägen. Und gleichzeitig sind auch langfristige Entwicklungsoptionen für nächste Generationen offen zu halten.

 

Strategische Ziele sind:

  • Schaffen von (leistbarem) Wohnraum

  • Sichern des Wirtschaftsstandorts

  • Sichern und Schaffen der erforderlichen Verkehrsinfrastruktur (Fuß-, Radwege, Straßen, ÖPNV)

  • Bereitstellen sozialer Infrastrukturen

  • Sichern und Entwickeln von Flächen für Sport, Erholung, Freizeit und Kultur

  • Berücksichtigen von Umwelt- und Naturschutzzielen

     

Als Fortschreibung des ÖROKO 2002 ist das ÖROKO 2.0 kein neues Entwicklungskonzept für Innsbruck, sondern knüpft an die vorhandenen Strukturen und Zielsetzungen an. Übergeordnetes Leitziel für die räumliche Entwicklung Innsbrucks ist weiterhin ein haushälterischer Umgang mit Grund und Boden. Auch im Hinblick auf einen nachhaltigen Umgang mit den natürlichen Ressourcen ist künftig eine kompakte, energie- und umweltbewusste Stadtentwicklung erforderlich. Aufgrund der topografischen Gegebenheiten und dem planerischen Ziel eines nur mäßigen Randwachstums (über das bisher bebaute Gebiet hinaus) wird sich die Stadt verstärkt nach innen entwickeln. Dabei ist es wesentlich, dass neben wirtschaftlichen vor allem auch gesellschaftliche Ansprüche an einen lebenswerten Raum gesichert werden. In diesem Zusammenhang ist beispielsweise ein qualitätsvolles und funktionstüchtiges Grün- und Freiflächensystem wichtig. Dieses ist mit Hilfe des ÖROKO zu sichern und kann auch für entsprechende Nutzungen wie Landwirtschaft, Erholung, Sport und anderes weiterentwickelt werden.

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