Ausgangsbasis<br>Rechtsgrundlagen und ÖROKO 2002

AUSGANGSBASIS
RECHTSGRUNDLAGEN UND ÖROKO 2002

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Die Inhalte und Gliederung des ÖROKO sind durch das TROG 2016 sowie den Leitfaden zur Fortschreibung des örtlichen Raumordnungskonzeptes (vom Amt der Tiroler Landesregierung am 17.06.2013 herausgegeben) vorgegeben.

Ausgangspunkt für die Fortschreibung des ÖROKO sind die Festlegungen des ÖROKO 2002, die in einem ersten Schritt evaluiert wurden. Dazu kommen verschiedene Konzepte und Studien sowie die zum Zeitpunkt der Fortschreibung gültigen Flächenwidmungs- und Bebauungspläne.

Die Evaluierung des derzeit gültigen ÖROKO 2002 hat gezeigt, dass die planerischen Annahmen im Großen und Ganzen zutreffend waren. Die übergeordneten Leitziele haben sich in ihrer generellen, nachhaltigen und strategischen Ausrichtung für die räumliche Entwicklung der Stadt Innsbruck jedenfalls bewährt. Wichtig sind hier der haushälterische Umgang mit Grund und Boden, ein nur mäßiges Randwachstum und eine verstärkte Innenentwicklung des Stadtraumes durch Verdichtungen, Mehrfachnutzungen und Umstrukturierungen und natürlich auch die Sicherung eines funktionstüchtigen Frei- und Grünflächensystem im gesamten Stadtgebiet.

 

Wie unterscheiden sich die Festlegungen der Fortschreibung des ÖROKO 2.0 zu jenen des ÖROKO 2002?

Durch mehrere Novellierungen des Tiroler Raumordnungsgesetzes (TROG) seit Rechtskraft des ÖROKO im Jahr 2002 haben sich die rechtlichen Grundlagen für die Fortschreibung des ÖROKO geändert. Zu den verpflichtenden Festlegungen des ÖROKO 2002 (insbesondere Freihalteflächen, die für den Prognosezeitraum maximal erforderliche Baulandfläche für Wohnen und Arbeiten inkl. der zeitlichen Abfolge der angestrebten Entwicklung und die Baulandgliederung und infrastrukturelle Ausstattung) sind neue Inhalte dazugekommen, die im ÖROKO 2.0 festgelegt werden. Unter anderem sind dies:

  • Jene gewidmeten jedoch unbebauten Baulandflächen, die für eine Bebauung grundsätzlich geeignet sind, jedoch erst nach Vorliegen entsprechender Voraussetzungen bebaut werden dürfen („strategische Rückstellung von Baulandreserven“)

  • Flächen für den geförderten Wohnbau

  • Flächen, für welche verpflichtend Bebauungspläne zu erstellen sind

  • Gebiete, für die eine Baulandumlegung erforderlich ist

  • Bebauungsplanfestlegungen für einzelne Gebiete (anstelle eines Bebauungsplanes), in erster Linie im Freiland

 

Die gesetzlich geforderte Detailschärfe des Raumordnungskonzeptes (insbesondere durch die nunmehr erforderliche Parzellenschärfe) führt außerdem dazu, dass für alle räumlichen Festlegungen klare Siedlungsgrenzen festzulegen sind.

 

Eine ganz wesentliche Neuerung im Vergleich zum ÖROKO 2002 ist, dass laut § 65 Abs. 1 TROG 2016 für die Fortschreibung des ÖROKO nunmehr eine Strategische Umweltprüfung nach dem Tiroler Umweltprüfungsgesetz (TUP) verpflichtend ist. Das heißt alle neuen Festlegungen im ÖROKO 2.0 sind auf ihre Auswirkungen auf Mensch und Umwelt zu prüfen.

 

Das rechtskräftige ÖROKO 2002

Mit 6.12.2002 trat das vom Innsbrucker Gemeinderat beschlossene Örtliche Raumordnungskonzept (ÖROKO) gemäß Tiroler Raumordnungsgesetz 2001 als neues Planungsinstrument für die künftige Entwicklung der Stadt Innsbruck in Kraft.

Als übergeordnete Rahmenplanung ist das ÖROKO 2002 den Flächenwidmungs- und Bebauungsplänen vorangestellt. Es legt die vorwiegende Nutzung des Gemeindegebietes fest, ist nicht parzellenscharf und dient der Festlegung strategischer Entwicklungsziele. Das ÖROKO 2002 enthält grundsätzlich Festlegungen

  • zur baulichen Entwicklung und

  • zur Grün- und Sportflächenentwicklung innerhalb des Siedlungsgebietes,

  • zur Infrastrukturentwicklung (Gemeinbedarfseinrichtungen, Verkehr, Ver- und Entsorgung) sowie

  • zu den Freihalteflächen.

 

Das ÖROKO besteht aus einem Verordnungstext, einem Verordnungsplan und einem Anhang zur Verordnung (Maßnahmenkatalog).

Seit der Rechtskraft des ÖROKO 2002 wurde der Plan in verschiedenen Bereichen geändert. Bitte informieren Sie sich, wenn nötig, bei der Bauberatung.

 

Downloads

 

Anhang zur Verordnung / Maßnahmen

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