Planungsablauf

PLANUNGSABLAUF

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Evaluierung ÖROKO 2002

Als Grundlage für die Fortschreibung des ÖROKO wurden die Inhalte, Prognosen und tatsächlichen Entwicklungen analysiert. Die Evaluierung zeigte, dass die getroffenen Annahmen grundsätzlich richtig waren, wobei die Prognosen (v.a. Bevölkerung, Haushalte) teilweise überschritten wurden.

Projektstart (politische Beschlüsse)

Ein entsprechender Beschluss des Ausschusses für Stadtentwicklung, Wohnbau und Projekte vom 2. Mai 2013 leitete den Planungsablauf ein. Zentral wurde die geplante Projektstruktur und Arbeitsweise, die Beiziehung von FachexpertInnen sowie die Information und Beteiligung der Öffentlichkeit beschlossen. Der Stadtsenat hat weiters mit Beschluss vom 29. Mai 2013 die betroffenen Abteilungen bzw. Ämter des Stadtmagistrates beauftragt, an der Fortschreibung des Örtlichen Raumordnungskonzeptes im Rahmen von Arbeitsgruppen aktiv mitzuwirken.

Runde Tische

Zwischen Juli und Oktober 2013 fanden als Teil der konsultativen Öffentlichkeitsbeteiligung zunächst fünf „runde Tische“ mit ExpertInnen und Stakeholdern zu den Themenschwerpunkten Raumentwicklung, Wirtschaft und Arbeit, Bildung-Kultur-Soziales-Integration-Sport, Mobilität-Infrastruktur-Energie sowie Siedlung-Freiraum-Wohnbau statt.

Festlegung des Wohnungs- und Wohnbaulandbedarfes

Im Frühjahr 2014 wurde auf Grundlage einer speziell beauftragten aktuellen Bevölkerungs- und Haushaltsprognose der Statistik Austria der Wohnungs- und Wohnbaulandbedarf für die nächsten zehn Jahre gemeinsam mit VertreterInnen der Stadt Innsbruck, des Amtes der Tiroler Landesregierung, von gemeinnützigen und gewerblichen Wohnbauträgern sowie der Wirtschaftskammer Tirol erarbeitet. Der Ausschuss für Stadtentwicklung, Wohnbau und Projekte hat am 8. Mai 2014 die Bevölkerungs- und Haushaltsprognose und alle entsprechenden Bedarfsanalysen als wesentliche Grundlage für die Fortschreibung des ÖROKO zustimmend zur Kenntnis genommen.

Arbeitsgruppen (Fachämter und externe Stellen)

Gleichzeitig wurden vier Arbeitsgruppen gebildet, die sich mit den Themen Siedlung-Freiraum, Wirtschaft, Mobilität-Energie-technische Infrastruktur, Soziales näher beschäftigten. Im Zuge von mehreren Workshops wurden auch unter Beiziehung externer ExpertInnen die jeweiligen fachlichen und räumlichen Ziele und Maßnahmen für das ÖROKO erarbeitet. Gemeinsam wurden auch die potentiellen Verdichtungs-, Umstrukturierungs- und Erweiterungsgebiete gemeinsam mit allen planenden städtischen Fachämtern fachlich diskutiert (v.a. Wechselwirkungen, Sonderanforderungen) und plausibilitätsgeprüft.

Ergänzende Grundlagenerhebungen, Studien, Konzepte und Analysen

Für die Aktualisierung der Bestandsaufnahme waren weitere ergänzende Grundlagenerhebungen, Studien, Konzepte und Analysen erforderlich. Dazu zählten insbesondere eine aktuelle Bevölkerungs- und Haushaltsprognose, eine Wirtschaftsflächenbedarfsanalyse, Untersuchungen zu den Themen Handelsflächen und Einzelhandel, zukünftiger Umgang mit Landwirtschaft, Studierendenwohnen und Friedhofsflächenbedarf, sowie Studien bzw. Masterpläne für größere Entwicklungsgebiete wie z.B. das Wirtschaftsgebiet Rossau-Süd, die Stadterweiterung in Hötting-West/Kranebitten oder potentielle Alternativflächen.

Ein verpflichtender Bestandteil der Fortschreibung des ÖROKO ist auch die Beauftragung eines naturkundlichen Fachbeitrages zur Aktualisierung der Lebensraumtypen- und Naturwertefestlegungen.

Stadtteil-Unterausschüsse Igls und Vill

Die Stadtteilunterausschüsse wurden über die Fortschreibung des ÖROKO informiert und ein gemeinsamer Workshop durchgeführt, um verschiedene Themen zu diskutieren und die gemeinsamen Entwicklungsziele zu formulieren.

Öffentlichkeitsarbeit

Seit Juni 2013 hat die Monatszeitschrift „Innsbruck informiert“ immer wieder über die Fortschreibung des ÖROKO informiert. Seither steht auch die Website oeroko.innsbruck.gv.at zur Verfügung.

Alle Bürgerinnen und Bürger Innsbrucks hatten von Juni 2013 bis April 2015 die Möglichkeit, Anregungen für die Bearbeitung des ÖROKO 2.0 über ein eigenes Formular auf dieser Website aber auch im Postweg einzubringen. Auch eine telefonische Hotline stand dafür zur Verfügung. Wir haben die zu Beginn geplante kürzere Befristung dafür bereits nach wenigen Monaten stark verlängert. Bis Mitte April 2015 sind auf diesem Weg rund 50 Anregungen und konkrete Ansuchen bei uns eingelangt. Darüber hinaus liegt auch durch verschiedenste fachliche und politische Diskussionen eine Fülle an Ideen und Vorschlägen für die künftige Stadtentwicklung Innsbruck vor.

Alle Anregungen wurden von uns, der Stadtentwicklungsplanung, gemeinsam mit allen betroffenen und mit der Fortschreibung des ÖROKO befassten Ämtern analysiert und hinsichtlich der Übereinstimmung mit den erarbeiteten stadtentwicklungsplanerischen Zielen beurteilt.

Nach Beschluss des Gemeinderates der Landeshauptstadt Innsbruck über die Auflage des 1. Entwurfs des ÖROKO 2.0 wurde der Entwurf inklusive aller Erläuterungen und Begründungen für sechs Wochen zur öffentlichen Einsichtnahme aufgelegt. Jede/Jeder hatte bis spätestens eine Woche nach Auflagefrist die Möglichkeit eine schriftliche Stellungnahme abzugeben.

Alle Stellungnahmen wurden nach fachlicher Prüfung der Politik zur Beschlussfassung vorgelegt. Der zuständige Ausschuss für Stadtentwicklung, Wohnbau und Projekte beschäftigte sich in 12 Sitzungen zwischen November 2017 und Oktober 2018 intensiv mit den zahlreichen Stellungnahmen, um auf Basis fachlicher Empfehlungen und politischer Diskussionen über Änderungen für den 2. Entwurf zu entscheiden.

Aufbauend auf diesen Entscheidungen wurde der 2. Entwurf des ÖROKO 2.0 erarbeitet und dem Gemeinderat im November 2018 zur Beschlussfassung über die Auflage vorgelegt. Nach dem erfolgten Beschluss über die Auflage wird der 2. Entwurf ÖROKO 2.0 während vier Wochen zur öffentlichen Einsichtnahme aufgelegt.

Nähere Informationen dazu finden Sie hier.

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